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Sarkoidose (Morbus Boeck)
Die Sarkoidose ist eine Erkrankung des Bindegewebes. Es kommt zur Bildung mikroskopisch kleiner Knötchen im Bindegewebe. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein – je nachdem, welche Organe befallen sind.
Sarkom
Als Sarkome werden bösartige Tumoren, die vor allem vom Weichteil- oder Knochengewebe ausgehen und frühzeitig Metastasen bilden bezeichnet. Sarkome werden über die Blutbahn verstreut.
Scabies
siehe Krätze
Scarlatina
siehe Scharlach
Scharlach (Scarlatina)
Als Scharlach wird eine akute Infektionskrankheit bezeichnet, die im Kindesalter auftritt, durch Bakterien verursacht und durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Symptome: plötzliches, hohes Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen, ein sich über den ganzen Körper hinstreckender fleckiger Ausschlag sowie die typische „Himbeerzunge“, die rot und belegt sein kann. Bei Scharlach verblasst nach 2-4 Tagen der Ausschlag, während das Fieber unbehandelt erst nach ca. 8 Tagen zurückgeht. Häufig tritt nach dem Abheilen der Krankheit großflächig das Schälen der Haut auf.
Schiefhals (Torticollis spasmodicus)
Der Schiefhals ist eine neurologische Erkrankung. Dabei kommt es zu einer Überaktivität der Muskeln im Schulter- und Nackenbereich. Ursachen können Hirntumoren, Stoffwechselstörungen, Schlaganfälle oder Nebenwirkungen von Medikamenten sein.
Schizophrenie
Schizophrenie ist eine Sammelbezeichnung für eine Vielzahl von psychischen Erkrankungen und zählt zu den sogenannten Psychosen. Neben der "gespaltenen Persönlichkeit" gibt es auch eine Vielzahl weiterer Symptome, die bei einer Schizophrenie auftreten können. Halluzinationen, Denkstörungen, Wahnvorstellungen, Depression, sozialer Rückzug und Schlafstörungen zählen dazu.
Schlafapnoe-Syndrom
Bei Betroffenen des Schlafapnoe-Syndrom kommt es zu Atemstillstandsphasen während des Schlafes. Der Patient selbst bemerkt von diesen in der Regel nichts. Das Schlafapnoe-Syndrom wird vorwiegend in Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen spürbar. Angehörige berichten, dass der Betroffene meist stark schnarcht und häufig sekunden- bis minutenlang mit dem Atmen aussetzt. Das Apnoe-Syndrom kann im Schlaflabor gut diagnostiziert werden.
Schlafstörung (Dyssomnie)
Als Schlafstörung wird der Zustand bezeichnet, wenn eine krankhafte Abwandlung vom normalen Schlafverhalten vorliegt. Die verschiedenen Störungen werden in Unterkategorien wie Schlaflosigkeit, Atmungsstörungen und erhöhtes Schlafbedürfnis unterteilt. Die Ursachen von Schlafstörungen können organischer und nichtorganischer Natur sein. Nichtorganische Störungen sind: Probleme beim Einschlafen, Durchschlafen oder vorzeitiges Erwachen im Zusammenhang mit Stress oder verändertem Schlaf-Wach-Rhythmus. Organische Ursachen für eine Schlafstörung können neben Schmerzen oder Herzerkrankungen auch eine Überfunktion der Schilddrüse sein.
Schlaganfall (Apoplexia cerebri)
Als Schlaganfall bezeichnet man ein lebensbedrohliches, akutes Zeichen einer Hirndurchblutungsstörung. Die Ursachen für einen Schlaganfall können ein Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel oder Blutung eines Gehirngefäßes sein. Oft beginnt er mit Kopfschmerzen, später Bewußtseinstrübung, Ohnmacht, Halbseitenlähmung im Gesichts- und Armbereich sowie Sprech- und Koordinationsstörungen.
Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
Eine Schleimbeutelentzündung ist die Entzündung eines Schleimbeutels (ein flüssigkeitsgefüllter Hohlraum, z.B. am Knie- oder Ellenbogengelenk). Ursachen können Infektionen, Verletzungen oder Dauerbelastung sein. Häufige Symptome: Schwellung und starke Schmerzen im betroffenen Gelenk.
Schock, anaphylaktischer
siehe Anaphylaktischer Schock
Schocksyndrom, toxisches
siehe Toxisches Schocksyndrom
Schuppenflechte (Psoriasis)
Die Schuppenflechte ist eine nicht ansteckende, erblich bedingte Hautkrankheit. Sie tritt vorwiegend vor dem 30. und nach dem 50. Lebensjahr auf und betrifft den Haaransatz, am Rumpf und an den Ellenbogen. Es entstehen runde, rote Flecken, die später verhornen, wobei sich silbrige Schuppen bilden. Die darunter liegende Haut ist sehr dünn und neigt zu Rissen und Blutungen.
Schüttellähmung
siehe Parkinson-Krankheit
Schwerhörigkeit
Schwerhörigkeit ist die Bezeichnung für einen mehr oder weniger starken Verlust der Hörfähigkeit. Schwerhörigkeit kann altersbedingt sein, aber auch z.B. durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten oder das häufige Hören von zu lauter Musik (besonders mit Kopfhörern) verursacht werden.
Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis stenosans)
Die Sehnenscheidenentzündung ist eine Entzündung der ring- oder rohrförmigen Strukturen, die die Sehnen umgeben und ihnen Halt geben. Häufig leiden Betroffene an starken, stechenden Schmerzen und einer starken Bewegungseinschränkung.
Seitenstechen
Seitenstechen äußert sich in starken, stechenden Schmerzen im seitlichen Oberbauch, die besonders nach starker oder langanhaltender körperlicher Belastung (z.B. Ausdauerlauf) auftreten.
Seitenstrangangina (Angina lateralis)
Die Seitenstrangangina ist eine akute, bakterielle Entzündung im Rachenraum. Symptome sind: Schluckbeschwerden, Hustenreiz, Schwellung, Rötung und Ohrenschmerzen. Die Seitenstrangangina tritt vermehrt bei Personen auf, denen die Gaumenmandeln entfernt wurden.
Sepsis
siehe Blutvergiftung
Sichelzellanämie
Die Sichelzellanämie ist eine erblich bedingte Bluterkrankung, bei der es zu einem vermehrten Abbau der roten Blutkörperchen aufgrund einer Fehlbildung im Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, kommt. Diese Fehlbildung ist angeboren. Als Symptome treten heftige Schmerzattacken, Gefäßverschlüsse und eine hohe Infektanfälligkeit auf.
Sinusitis
siehe Nasennebenhöhlenentzündung
Skoliose
Skoliose ist eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule bei gleichzeitiger Verdrehung der Wirbel, die nicht mehr vollständig aufgerichtet werden kann.
Skorbut (Möller-Barlow-Syndrom)
Als Skorbut wird eine Erkrankung bezeichnet, die durch Mangel an Vitamin C entsteht. Symptome wie Zahnfleischbluten, Zahnlockerung, Hautentzündungen, Knochenschmerzen, Durchfall und gestörter/verzögerter Wundheilung treten auf. Skorbut war im Mittelalter Haupttodesursache von Seeleuten.
Sodbrennen (Reflux)
Als Sodbrennen wird eine brennende oder schmerzhafte Empfindung bezeichnet, die dadurch entsteht, dass saurer Magensaft in die Speiseröhre aufsteigt. Die Ursache für den Rückfluss ist eine Muskelschwäche des Schließmuskels zwischen Speiseröhre und Magen. Langanhaltende oder schwere Beschwerden werden auch als Refluxkrankheit bezeichnet. Die Magensäure greift auch die Schleimhaut der Speiseröhre an, wodurch sich diese häufig entzündet.
Sonnenbrand (Erythem)
Der Sonnenbrand ist eine entzündliche Rötung der Haut, die entsteht, wenn diese zu lange ungeschützt der Sonnenstrahlung (UV-Strahlung) ausgesetzt war. Die Bräunung der Haut ist auf eine vermehrte Produktion des Farbpigments Melanin zurückzuführen und ist ein Versuch der Haut, sich vor Sonneneinstrahlung zu schützen. Das Risiko für Hautkrebs steigt mit der Anzahl der erlittenen Sonnenbrände.
Sonnenstich (Heliosis)
Durch starke Sonneneinstrahlung besonders auf den Kopf kann es zu einem Sonnenstich kommen. Oft äußert er sich mit Kopfschmerzen, Fieber, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Ohrensausen und Kreislaufprobleme. In seltenen Fällen kann es bei einem Sonnenstich zu Krämpfen bis hin zum Koma kommen.
Soor
Als Soor bezeichnet man eine Infektion in der Mundhöhle, die durch den Pilz Candida albicans ausgelöst wird. Symptome sind: Brennen der Schleimhaut, Schluckbeschwerden und ein weißlicher Zungenbelag.
Sopor
Als Sopor bezeichnet man in der Medizin eine Form von Tiefschlaf, aus dem der Patient nicht weckbar ist. Die Reflexe sind jedoch noch erhalten und starke Reize (z.B. Schmerzreize) lösen Reaktionen aus.
Spasmus
siehe Muskelkrampf
Spondylitis ankylosans
siehe Morbus Bechterew
Spondylose (Spondylosis deformans)
Spondylose ist ein Sammelbegriff für degenerative Veränderungen an den Wirbelkörpern der Wirbelsäule, die sich im Röntgenbild als Unregelmäßigkeiten (z. B. Zacken, Erhebungen oder Randwülste) darstellen.
Spondylosis deformans
siehe Spondylose
Steatorrhö
siehe Fettstuhl
Steatosis hepatis
siehe Fettleber
Sterilisation
Als Sterilisation bezeichnet man einen medizinischen Eingriff, der zur Unfruchtbarkeit führt (beim Mann durch Abbinden oder Durchtrennen des Samenleiters, bei der Frau durch Abbinden der Eileiter).
Stockholm-Syndrom
Als Stockholm-Syndrom bezeichnet man die Tatsache, dass eine Geisel während der Dauer der Geiselhaft Zuneigung zu ihrem Entführer entwickelt.
Stottern (Balbuties)
Das Stottern ist eine Störung des Redeflusses, bei der es beim Sprechen zu Sperren, Wiederholung von Lauten oder Wortteilen und Verzögerungen kommt.
Streptokokkenrheumatismus
siehe Rheumatisches Fieber
Struma
siehe Kropf
Sudden Infant Death Syndrome
siehe Kindstod, plötzlicher
Syphilis (Lues)
Die Syphilis gehört zu den sexuell übertragbaren Geschlechtskrankheiten. Der Erreger ist das Bakterium Treponema pallidumg, welches bereits wenige Stunden nach Übertragung im Blut nachweisbar ist. An der Eintrittsstelle des Erregers bildet sich nach ungefähr 3 Wochen ein hartes, schmerzloses Geschwür, der sogenannte „harte Schanker“. Die Lymphknoten schwellen an und ca. 8-12 Wochen nach Infektion treten grippeähnliche Symptome zusammen mit fleckig-rotem Hautausschlag auf.




