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Medizinisches Wörterbuch 

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Haarausfall (Alopezie)

Starker Haarausfall wird auch als Alopezie bezeichnet. Die Ursachen sind unterschiedlich. Häufig entsteht Haarausfall durch eine erhöhte Empfindlichkeit gegen das Hormon Dihydroepiandrosteron.

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Haarleukoplakie

Als Haarleukoplakie wird eine Veränderung der Mundschleimhaut, bei der es zu weißen, streiflichen Strukturen an den Zungenrändern kommt, bezeichnet. Sie machen keine Beschwerden, können aber durch Wegwischen nicht entfernt werden.

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Hagelkorn (Chalazion)

Ein Hagelkorn ist eine Schwellung an den Augenlidern. Ein Hagelkorn kann erbsengroß werden. Ursache ist ein Sekretaufstau in den hier befindlichen Drüsen. Im Gegensatz zum Gerstenkorn ist das Hagelkorn schmerzfrei.

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Haglund-Syndrom (Juvenile Osteochondrose des Os tibiale externum)

Als Haglund-Syndrom wird in der Orthopädie eine Wachstumsstörung an der Ferse bezeichnet, die mit einer starken Verknöcherung des hinteren oberen Sehnenansatzes der Ferse, bezeichnet. Das Haglund-Syndrom entsteht oft durch falsches und zu kleines Schuhwerk, welches Druck auf die Ferse ausübt.

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Hallux valgus

Ein Hallux valgus ist eine Verformung der Großzehe nach innen, die mit einer Verdickung des Gelenks einhergeht und oft Schmerzen beim Gehen bereitet.

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Halluzinationen

Halluzinationen sind Sinnestäuschungen, bei denen Dinge wahrgenommen werden, die in Wirklichkeit nicht existieren. Alle Sinne können betroffen sein (gesehene, gehörte, gefühlte, gerochene und geschmeckte Halluzinationen). Halluzinationen können aufgrund eines Gehirnschadens, einer psychischen Erkrankung, aber auch als Folge der Einnahme von Drogen oder Medikamenten auftreten.

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Halszysten/Halsfisteln

Halszysten und Halsfisteln entstehen durch eine Fehlentwicklung des Gewebes des Halses. Man unterscheidet mediane (auf der Mittellinie des Halses) und laterale (seitliche) Halsfisteln.

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Hämangiom

Hämangiome sind gutartige Gefäßgeschwulste, die auf der Haut zu roten, klar begrenzten Flecken führen. Hämangiome werden umgangssprachlich auch als "Blutschwämmchen" bezeichnet.

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Hämatemesis

Das Erbrechen von Blut nennt man Hämatemesis. Hierbei ist die Menge an Blut und die Farbe zur Klärung der Ursache wichtig. Oft entsteht eine Hämatemesis durch eine Blutung in der Speiseröhre oder dem Magen.

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Hämatom

Als Hämatom wird ein Bluterguss oder blauer Fleck bezeichnet.

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Hämatothorax

Ein Hämatothorax entsteht, wenn der Zwischenraum zwischen Lunge und Brustfell aufgrund einer Gefäßverletzung o.ä. mit Blut vollläuft.  Die Lunge wird zunehmend zusammengedrückt und es kommt zu Schmerzen in der Brust und Atemnot.

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Hämaturie

Als Hämaturie bezeichnet man das Ausscheiden von Blut mit dem Harn. Ursache einer Hämaturie ist eine Verletzung von Nieren, Harnleiter, Blase oder Harnröhre. Bei längerfristiger Hämaturie sowie bei Hämaturie mit Begleitbeschwerden wie Ziehen, Brennen oder Koliken sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

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Hämochromatose

Als Hämochromatose bezeichnet man eine Speicherkrankheit, bei der vermehrt Eisen im Darm aufgenommen wird. Der Eisenspiegel steigt im Körper stark an, was langfristig vor allem zu Schäden der Leber, der Bauchspeicheldrüse, des Herzens und der Haut führt. Bei der Hämochromatose handelt es sich um eine Erbkrankheit die angeboren ist. Das Eisen  lagert sich manchmal auch in der Haut ein, aus diesem Grund kommt es bei Hämochromatose häufig zu einer gräulich-dunklen Hautverfärbung.

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Hämoglobinurie

Als Hämoglobinurie bezeichnet man das Ausscheiden des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin über die Nieren in den Urin. Dieser Prozess kann zu akutem Nierenversagen führen. Ursache für eine Hämoglobinurie ist eine schwere akute Hämolyse, wie sie durch Malaria, Transfusionszwischenfälle oder eine hämolytische Anämie auftreten kann.

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Hämophilie

siehe Bluterkrankheit

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Hämorrhagische Diathese Blutung (Hämorrhagie)

Die hämorrhagische Diathese ist eine krankhaft gesteigerte Blutungsneigung. Sie kann verschiedene Ursachen haben. Eine hämorrhagischen Diathese erkennt man z.B. an einer Verlängerung der Blutungszeit, häufiges Zahnfleischbluten oder das Entstehen blauer Flecken ohne adäquate Ursache.

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Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind Krampfadern im Enddarm. Sie entstehen, wenn sich die Venen, die sich im Enddarm befinden und zur Kontinenz beitragen, erweitern. Symptome sind z.B. hellrotes Blut im Stuhl, Schmerzen und Juckreiz.

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Harninkontinenz (Incontinentia urinae)

Als Harninkontinenz wird der unfreiwillige Harnabgang bezeichnet. Harninkontinenz stellt ein Krankheitsbild dar, welches nicht gefährlich ist, aber die Lebensqualität stark beeinflusst. Es ist ein in Deutschland weit verbreitetes Phänomen, welches vor allem ältere Frauen betrifft.

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Harnwegsinfektion

Eine Harnweginfektion ist eine Entzündung der Harnwege. Typische Symptome: Probleme beim Wasserlassen, Fieber, allgemeines Unwohlsein, Schmerzen im Nierenbereich.

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Hautmykose

siehe Hautpilz

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Hautpilz (Hautmykose)

Hautpilz ist ein auf der Haut von Menschen oder Tieren wachsender Pilz, der sich besonders in feucht-warmer Umgebung ausbreitet. Oft ist der Fuß betroffen und wird deswegen als Fußpilz bezeichnet. Eine Pilzerkrankung der Haut macht sich häufig durch Jucken, Rötung und Schuppen der Haut bemerkbar.

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Heliosis

siehe Sonnenstich

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Hepatitis

siehe Leberentzündung

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Hepatomegalie

Die Hepatomegalie ist eine abnorme Vergrößerung der Leber. Die Ursachen sind unterschiedlich, u.a. Entzündungen (z.B. Hepatitis), Leberverfettung, Leberschäden durch Alkoholmissbrauch, Tumore sowie parasitäre Erkrankungen (z.B. der Fuchsbandwurm).

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Hernia inguinalis

siehe Leistenbruch

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Herpes simplex

Herpes simplex ist die bekannteste Form von Herpes. Symptome sind oft schmerzhafte, entzündliche Pusteln im Bereich der Lippen, die mit der Zeit austrocknen und verschorfen. Die Herpes simplex-Infektion kann sich jedoch auch auf die Geschlechtsorgane beziehen und hier Schmerzen, Schwellungen und Bläschen hervorrufen. Meistens wird Herpes simplex durch Körperflüssigkeiten (Kuss, Husten, Niesen, Sexualkontakt) übertragen.

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Herpes Zoster

siehe Gürtelrose

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Herzbeuteltamponade (Perikardtamponade)

Die Herzbeuteltamponade ist eine Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel. Ursachen sind oft  Entzündungen oder ein Trauma, durch welche der Herzbeutel voller Blut oder Flüssigkeit läuft. Eine Herzbeuteltamponade äußert sich durch Atemnot, Herzrasen, gestaute Halsvenen und Schocksymptomatik.

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Herzinfarkt (Myokardinfarkt)

Herzinfarkt ist die die Zerstörung der Herzmuskelzellen in einem bestimmten Bereich aufgrund von mangelnder Durchblutung des Gewebes. Der Herzinfarkt äußert sich durch plötzlich auftretende, sehr starke Brustschmerzen, die häufig in den linken Arm ausstrahlen, sowie Blässe, kalten Schweiß, Angst, Übelkeit und Erbrechen. Es kann zusätzlich zu Herzrhythmusstörungen kommen.

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Herzinsuffizienz

Als Herzinsuffizienz bezeichnet man ein krankhaft geschwächtes Herz, das nicht mehr dazu in der Lage ist, Blut in ausreichender Menge durch den Körper zu pumpen und den Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Symptome sind Müdigkeit, Schwäche und Abgeschlagenheit. Zusätzlich kommt es zu Schwellungen und Ödemen.

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Herzklappeninsuffizienz

Wenn Herzklappen nicht mehr dicht schließen, bezeichnet man dies als Herzklappeninsuffizienz. Eine Herzklappeninsuffizienz kann zu schweren Herz-Kreislauf-Problemen führen.

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Herzklappenverkalkung

Meistens tritt die Herzklappenverkalkung  bei älteren Menschen sowie im Rahmen chronischer Erkrankungen auf. Dadurch können diese sich oft nicht mehr richtig öffnen und schließen und es kommt zu einer verminderten Pumpfunktion des Herzens.

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Herz-Kreislauf-Stillstand

Herz-Kreislauf-Stillstand ist der medizinische Begriff für den Zeitpunkt, an dem das Herz aufhört zu schlagen. Dadurch kommt die Blutzirkulation im Menschen zum Erliegen, was zur Folge hat, dass das Körpergewebe nicht mehr mit Sauerstoff versorgt wird. Die Zellen des Gehirns sind wesentlich stärker als andere Körperzellen auf eine kontinuierliche Zufuhr von Sauerstoff angewiesen, es besteht die Gefahr eines Hirntodes. Ursachen für einen Herz-Kreislauf-Stillstand können unter anderem Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Schock oder Atemlähmung sein. Im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstands ist eine sofortige Reanimation erforderlich.

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Herzmuskelentzündung (Myokarditis)

Eine Herzmuskelentzündung ist eine zwar relativ seltene, aber keineswegs harmlose Erkrankung. Sie kann durch verschiedene Erreger (Viren, Bakterien und Parasiten), durch eine allergische Reaktion oder Alkohol ausgelöst werden. Eine Herzmuskelentzündung kann über ein EKG, eine Echokardiographie und bestimmte Laborwerte im Blut bestimmt werden. Betroffene haben oft nur unauffällige oder gar keine Symptome. Wird die Myokarditis nicht behandelt, dann kann das Herz Spätschäden bis hin zur Herzinsuffizienz davontragen.

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Herzrasen

umgangssprachlich für Tachykardie

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Herzrhythmusstörungen

Unter dem Begriff „Herzrhythmusstörungen“ werden alle Veränderungen der elektrischen Herztätigkeit zusammengefasst. Häufig sind: Tachykardie (Herzrasen), Bradykardie (Verlangsamung des Herzrhythmus), Extrasystolen (zusätzliche Herzschläge), Vorhofflimmern und Kammerflimmern.

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Herzwandaneurysma

Ein Herzwandaneurysma ist eine Herzwandaussackung, welche die Pumpfunktion des Herzens beeinträchtigt. Da die Herzwand an dieser Stelle dünner ist, besteht die Gefahr, dass sie reißt.

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Heuschnupfen (Pollinosis)

Der Heuschnupfen, wird auch als Heufieber oder Pollinosis bezeichnet. Es ist eine allergische Reaktion, bei der der Körper überempfindlich auf bestimmte Proteine in Pollen reagiert. Meistens tritt Heuschnupfen im Frühjahr und Sommer auf und äußert sich in Niesattacken, Schnupfen, Schwellung und Rötung der Schleimhäute von Augen und Nase, Bindehautentzündung und in seltenen Fällen Asthma oder Hautausschlag.

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Hexenschuss (Lumbago)

Als Hexenschuss wird eine Form von Rückenschmerzen bezeichnet, bei der es aufgrund einer muskulären Verkrampfung zu plötzlich einschießenden Schmerzen im Lendenbereich kommt. Betroffene nehmen automatisch eine Schonhaltung ein und leiden unter einer schmerzbedingten Einschränkung der Bewegungsfähigkeit.

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Hirnhautentzündung (Meningitis)

Als Meningitis wird eine Entzündung der Hirnhäute oder der Rückenmarkshäute bezeichnet. Sie wird meist durch Bakterien (manchmal auch durch Viren) verursacht. Hirnhautentzündung kann jedoch auch als Begleiterkrankung auftreten, unter anderem bei Syphilis, Mumps, Tuberkulose oder der durch Zecken übertragenen Borreliose. Häufig einhergehende Symptome sind Kopfschmerzen, Fieber, Bewusstseinsstörung, Krämpfe und Nackenstarre.

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Hodgkin-Krankheit

siehe Morbus Hodgkin

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Hordeolum

siehe Gerstenkorn

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Huntington

siehe Chorea Huntington

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Hydrocephalus

siehe Wasserkopf

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Hypermetropie

siehe Weitsichtigkeit

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Hyperopie

siehe Weitsichtigkeit

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Hypertonie

siehe Blutdruck und Bluthochdruck

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Hypoparathyreoidismus

siehe Nebenschilddrüsenunterfunktion

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Hypopinealismus

siehe Melatoninmangel

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Hypothermie

siehe Unterkühlung

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Hypotonie

siehe Blutdruck

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